Michael Schmidt-Salomon zu Christchurch Terroranschlag

Michael Schmidt-Salomon und GBS zu den letzten Terroranschlägen:

https://www.facebook.com/michael.schmidtsalomon/posts/3148889668470466

Der #Terroranschlag auf Muslime in #Christchurch war Ausdruck von gruppenbezogener #Menschenfeindlichkeit. Er zeigt sehr deutlich, warum es so wichtig ist, sich nicht nur gegen #Islamismus, sondern auch gegen #Muslimenhass zu engagieren. Bemerkenswert ist, dass das Attentat meist als “rassistisch motiviert” dargestellt wird, obgleich “die Muslime” selbstverständlich keine “#Rasse” sind. Dies weist auf ein schwerwiegendes analytisches Defizit hin: Die rechtsextreme/rechtspopulistische Abgrenzung von “den Anderen” folgt heute nicht nur alten biologischen Mustern, sondern vor allem auch kulturellen/religiösen. Es geht dabei um eine Dämonisierung “der Muslime” – so wie umgekehrt Islamisten “die Ungläubigen” dämonisieren. Man muss davon ausgehen, dass Islamisten den antimuslimischen Anschlag in Christchurch nun ebenso instrumentalisieren werden wie Antimuslimisten zuvor islamistische Anschläge instrumentalisiert haben. Aus dieser Spirale des Irrationalismus und der Gewalt kommen wir nur heraus, wenn wir begreifen, dass Islamismus und #Antimuslimismus zwei Seiten einer Medaille sind. Hierauf hat die Giordano Bruno Stiftung bereits vor einigen Jahren hingewiesen:

https://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/gegen-islamismus-fremdenfeindlichkeit?fbclid=IwAR3L_Otuaek7nzsFZEwd8f_Q39RypeKtK_IH1KZor80FwrtIjjSGYEphvnI