Von vielen selbst-ernannten “Progressiven” höre ich oft, dass die Gesellschaft säkular, humanistisch und kritisch-denkend sein soll. Aber, wenn die Zeit kommt, wo man die Unterstützung dafür zeigen sollte, sind jene, die im Vorfeld am lautesten waren, nirgendwo zu finden. Einige ziehen sich sofort zurück, weil sie wissen, dass z.B. (ihre eigene) Religionsprägung auch kritisiert werden muss.
Um einen nachhaltigen Frieden zu schaffen, muss eine säkular-laizistische Gesellschaft auch geschafft, erhalten und gestärkt werden. Dazu zählt auch Religionen kritisch zu betrachten.
Naja, lieber nicht! Viele wollen einfach nicht, ihre eigene religiöse, ethnische oder ähnliche Zugehörigkeit unter die Lupe nehmen. Das “Zugehörigkeitsgefühl” sitzt so fest und ist so stark, dass jegliche Religionskritik als Angriff auf eigene Gruppe, Herkunft oder, noch schlimmer, als “Verrat” an eigener Kultur eingestuft wird! Das kennt man als “Wertsystemfilter auf Basis ethnischer Zugehörigkeit”.
Klingt ein bisschen wie faschistische Ideologieordnung, oder?! Einem durchschnittlich gebildeten und kritisch-denkenden Menschen sollte auch klar sein, dass Religionsideologien die Hauptquelle des faschistischen Denkens sind (wegen des “wir – sie” Gedankenkonzeptes)!
Andere wollen dieselbe Kritik nicht ausüben, weil sie einfach als “Religionsphob” jeglicher Art nicht genannt werden wollen. So eine kognitive Dissonanz nennt man “politische Korrektheit”!
Alles in allem: “alles ‘berstet’ vor Scheinheiligkeit!”